Die Peak Season steht vor der Tür. Die Kampagnen bekommen den letzten Schliff, die Lager sind gefüllt und die meisten Onlineshops stehen in den Startlöchern. Ein entscheidender Erfolgsfaktor wird dabei jedoch oft übersehen: Retouren. Denn wie du mit Rücksendungen umgehst, kann sich auf weit mehr auswirken als nur auf deine Logistikkosten.

Deine Retourenstrategie in der Peak Season kann deinen Umsatz von heute, deine Margen von morgen und deinen Ruf bis weit ins nächste Jahr beeinflussen.Warum ist eine durchdachte Retourenstrategie gerade in der umsatzstärksten Zeit des Jahres so wichtig? Das erfährst du in diesem Beitrag. Vorab die gute Nachricht: Bis zum Start der Peak Season bleibt noch genug Zeit, deinen Retourenprozess zu optimieren!

44,5 % mehr Retouren in der Peak Season

Mehr Bestellungen bedeuten zwangsläufig auch mehr Retouren. In der Peak Season fällt dieser Anstieg allerdings besonders deutlich aus. Laut dem Returnless Return Benchmark liegt das Retourenvolumen in Europa in den Monaten Dezember, Januar und Februar um 44,5 % höher als im restlichen Jahr.

Das belastet den Retourenversand, die Bearbeitungskapazitäten und den Kundenservice und wirkt sich letztlich auch auf die Rentabilität aus. Bei durchschnittlichen Versandkosten von 5,39 € pro Rücksendung (Returnless Return Benchmark) geht dieser Anstieg spürbar ins Geld.

Wer international verkauft, steht vor einer noch größeren Herausforderung. Grenzüberschreitende Retouren bedeuten oft hohe Versandkosten, längere Transportzeiten und eine aufwendige Abwicklung. Hier machen lokale Retouren den Unterschied. Statt deine Kunden ihre Artikel an ein Lager im Ausland zurückschicken zu lassen, bietest du ihnen eine Retourenadresse im eigenen Land. Dort können Rücksendungen angenommen und lokal abgewickelt werden. Je nach deinen Anforderungen lassen sich Sendungen bündeln oder Produkte direkt vor Ort bearbeiten.

So vereinfachst du deine internationalen Retouren und behältst deine Kosten besser im Griff. Gerade dann, wenn das Retourenvolumen am höchsten ist.

Lokale Retouren stärken das Vertrauen deiner Kunden

Die Rückgabemöglichkeiten spielen bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Laut dem E-Commerce Trends Report von DHL geben 79 % der Onlineshopper an, dass sie ihren Kauf abbrechen würden, wenn ihre bevorzugte Retourenoption nicht verfügbar ist.

Stell dir vor: Ein Kunde aus Frankreich möchte in einem dänischen Onlineshop bestellen. Das Produkt gefällt ihm, der Preis stimmt und der Versand ist schnell und kostenlos. Doch dann wirft er einen Blick auf die Rückgabebedingungen und stellt fest: Retouren müssen nach Dänemark zurückgeschickt werden. Wie teuer wird das? Wie lange dauert es? Wird die Rücksendung am Ende unnötig kompliziert?

Solche Fragen sorgen ausgerechnet im Moment der Kaufentscheidung für unnötige Zweifel. Eine lokale Retourenadresse nimmt deinen Kunden diese Unsicherheit. Sie wissen, dass sie ihre Bestellung einfach im eigenen Land zurückschicken können, statt sich mit einem internationalen Rückversand herumschlagen zu müssen. Der gesamte Ablauf wirkt dadurch vertrauter und verlässlicher.

Und das zählt. Eine bequeme lokale Retourenoption schafft schon vor dem Kauf Vertrauen und kann dabei helfen, aus unentschlossenen Shopbesuchern zahlende Kunden zu machen.

Damit Retouren in der Peak Season nicht deinen Bewertungen schaden

In der Peak Season steigt nicht nur die Zahl der Retouren, sondern auch das Risiko, dass etwas schiefläuft. Komplizierte Retourenprozesse, hohe internationale Rücksendekosten, verspätete Rückerstattungen und schlechte Kommunikation sorgen schnell für frustrierte Kunden. Und frustrierte Kunden behalten ihre schlechten Erfahrungen nicht immer für sich.

Der Black Friday Insights Report 2025 von Trustpilot zeigt: In der Elektronikbranche erhielten 71,2 % der Bewertungen, die in der Zeit nach Weihnachten Retouren oder Rückerstattungen erwähnten, nur einen einzigen Stern. Das zeigt deutlich, wie wichtig ein reibungsloses Retourenerlebnis ist.

Die Folgen reichen dabei weit über die Peak Season hinaus. Negative Bewertungen von Kunden aus der Peak Season lösen sich nicht einfach in Luft auf, sobald der große Ansturm vorbei ist. Sie bleiben für potenzielle Käufer sichtbar und können deren Kaufentscheidungen bis weit ins Jahr 2027 beeinflussen. Schon ein paar Wochen mit schlechten Retourenerfahrungen können dir also noch lange nachhängen. Wenn du deine Retouren jetzt vereinfachst, kannst du dazu beitragen, den guten Ruf zu schützen, den du dir hart erarbeitet hast.

Internationale Retouren optimieren und schon in dieser Peak Season profitieren

Ein besseres Retourenerlebnis muss nicht mehr kosten. Viele gehen davon aus, dass eine bessere Customer Experience automatisch höhere Betriebskosten bedeutet. Bei internationalen Retouren stimmt das nicht.

Eine lokale Retourenlösung macht Rücksendungen für deine Kunden bequemer und bietet dir gleichzeitig die Möglichkeit, deine Retourenkosten zu senken. Statt jeden zurückgesendeten Artikel einzeln über die Grenze zu transportieren, kannst du Retouren an einem lokalen Standort sammeln und für einen effizienteren Weitertransport bündeln. Je nach Setup lassen sich Retouren außerdem direkt vor Ort prüfen, bearbeiten oder weiterleiten.

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Und die gute Nachricht? Bis zum Start der Peak Season bleibt noch genug Zeit für den Wechsel.

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