Laut des 2015 Global Retail E-Commerce Index™ von AT Kearney besteht der ECommerce-Markt aus größeren, ausgereifteren Märkten mit besonders großen Verkaufsumfängen, wie China, die USA und Großbritannien und kleineren Wachstumsmärkten, die durch ihr Potential und ihre Wachstumschancen überzeugen.

Großbritannien (Platz 3) und Deutschland (Platz 5) sind die am höchsten rangierenden EU-Nationen, die in den Top 5 neben den USA (Platz 1), China (Platz 2) und Japan (Platz 4) vertreten sind. Spanien, das es noch im Jahr 2013 gar nicht in die Liste schaffte, erreichte einen respektablen 18. Platz. 

Die Aktienmärkte reagierten auf den vielversprechenden Zuwachs des E-Commerce-Sektors in sämtlichen Ländern mit einem geradezu raketenhaften Emporschnellen der Einschätzungen sämtlicher E-Commerce-Länder.


Wie beeindruckend das E-Commerce-Wachstum auch sein mag, so haben die Forscher bei AT Kearney jedoch besonders die Wichtigkeit der Integration der Verkaufskanäle hevorgehoben: “sowohl nicht-virtuelle Marktführer als auch reine Online-Größen lernen gerade, dass die Zukunft der Industrie nicht allein online sein kann, sondern eher in vertriebskanalübegreifenden Angeboten liegen muss, die Onlineshopping und ein physisches Einkaufserlebnis verbinden. Als Ergebnis sehen wie, wie die Grenzen zwischen traditionellen Käufen und E-Commerce bereits zu schwinden beginnen”.

 

Trends
Große Online-Händler finden Wachstumsmöglichkeiten auf neuen Märkten – häufig ohne physische Basis. Auf der ganzen Welt wird mehr und mehr online eingekauft – im Besonderen auf dem Smartphone – dort bestehen es also deutliche Gelegenheiten. Etliche nicht-virtuelle Händler haben in den vergangenen 2 Jahren E-Commerce zur Expansion genutzt.

Der Schlüssel zu internationalem Erfolg besteht in der Lokalisierung der Online-Präsenz während zugleich eine weltweite Marke erhalten bleibt: “Der britische Mode- und Beauty-Händler ASOS beispielsweise gründete ein Team, das fest dem russischen Markt zugeordnet ist, um sicherzustellen, dass die benutzte Ausdrucksweise, Sprache und das Image zu der Zielgruppe der 20jährigen in Russland passen, während zugleich die Standards einer globalen Markte erhalten bleiben” berichtet der Report.

Produktkategorien

Im weltweiten Durchschnitt sind Elektronikartikel, Mode, Dienstleistungen und Tickets die Top-Kategorien für E-Commerce; Lebensmittel und Haushaltsartikel werden hingegen am wenigstens gekauft. Dennoch gibt es bemerkenswerte lokale Unterschiede, da beispielsweise Lebensmittel in Großbritannien und China eine sehr beliebte Kategorie sind, nicht jedoch im Rest der Welt.


Methodik
Der Index zeigt die Top 30 Nationen auf, basierend auf 9 Kennwerten inklusive ausgewählten makroökonomischen Faktoren als auch Faktoren, welche die technologische Aneignung der Kunden aufzeigen, Kaufverhalten, Infrastruktur und händler-spezifische Aktivitäten. Der Index gleicht aktuelle Onlinehandelsindikatoren mit denjenigen aus, die künftiges Wachstumspotential vorhersagen. Weitere Informationen über Metriken sind auf der Seite von AT Kearney zu finden (siehe Seitenleiste: About the Global Retail E-Commerce Index).